Weezer – Pacific Daydream

Von am 19. November 2017

ALBUM der WOCHE KW 47/2017

Die amerikanische Alternative-Rockband Weezer aus Los Angeles wurde im Februar 1992 gegründet. Die Musikrichtung der Combo wird auch teilweise als „College Rock“ oder gitarrenlastiger Pop-Punk bezeichnet. Die Gründungsmitglieder Rivers Cuomo, Jason Cropper, Matt Sharp und Pat Wilson treten zunächst in Los Angeles und Umgebung auf, und können bereits nach knapp einem Jahr einen Plattenvertrag ergattern. Schon 1988 zog Rivers Cuomo nach Los Angeles um Rockstar zu werden. Bald musste er aber erkennen, dass das gar nicht so einfach ist. Als ihn zur selben Zeit auch noch seine Freundin verlässt, gibt er vorübergehend auf. Vier Jahre später haben sich die Jungs auf verschiedenen Wegen gefunden und die gemeinsame Leidenschaft für Musik entdeckt. Als Band „Weezer“ nehmen sie in New York ihr Debüt auf. Allerdings verlässt Jason Cropper gleich nach den Aufnahmen die Band, um sich um seine schwangere Frau zu kümmern. An seine Stelle tritt Brian Bell der Band bei. Im Mai 1994 kommt dann endlich das selbstbetitelte Debütalbum auf den Markt – und wird zum Hit. Weezer schienen im richtigen Moment mit dem richtigen Album an der richtigen Stelle gewesen zu sein. Es werden drei Singles aus dem Album „Weezer“ ausgekoppelt und mehrere Millionen Platten verkauft. Mit dem Song „Buddy Holly“ starten die Jungs sogar in Europa durch. Die Band geht auf Tour und Rivers Cuomo plagen plötzlich die Selbstzweifel. Vielleicht war sein Traum Rockstar zu werden doch nicht das, wonach er gesucht hatte ?

Nachdem die Tournee durchgezogen war, und keine Verpflichtungen mehr anstanden, entschloss sich Rivers in Harvard zu studieren. Matt und Pat gründeten die Band „Rentals“ und Brian arbeitete mit den „Space Twins“ zusammen. Im Herbst 1996 erschien dann überraschend das zweite Album „Pinkerton“. Hier klangen die Gitarren härter, und die Texte gingen mehr in die Tiefe. „Pinkerton“ verkaufte sich nicht schlecht, konnte den Erfolg des Debütalbums aber nicht erreichen. Dann verließ auch noch Matt Sharp die Band, um sich ganz den „Rentals“ widmen zu können. Mikey Welsh ersetzt Matt, Rivers hat eine Schreibblockade und „Weezer“ scheint am Ende zu sein.

Durch eine eigene Clubtour, im Sommer 2000, schöpft die Band dann neue Kraft, weil  die Auftritte sofort ausverkauft und die Reaktionen bei den Konzerten überwältigend waren. Nach fünf Jahren erschien im Mai 2001 endlich ein neues Album. 2004 wird die erste DVD veröffentlicht und 2005 steht der nächste Longplayer in den Regalen. 2006 verkündete Rivers dann, es sei erstmal Schluss mit der Band. Alle Mitglieder stünden zwar in Kontakt miteinander, dennoch sei es gut möglich, dass keine Platte mehr zustande komme. Ende 2007 kommt der Leadsänger stattdessen erstmal mit dem Solodebüt „Alone – The Home Recordings Of Rivers Cuomo“ um die Ecke – Eine Zusammenstellung verschiedener Demos der letzten 15 Jahre. „Weezer“ bringen auch zwei Alben heraus, die man aber als „gefloppt“ bezeichnen kann. Das ändert sich erst 2014 mit dem Album „Everything Will Be Alright In The End“ wieder. Letztes Jahr veröffentlichte „Weezer“ ihr „The White Album“, und Ende Oktober diesen Jahres folgte das inzwischen 11. Album „Pacific Daydream“. Es scheint, als ob die Jungs um Rivers Cuomo wieder in die Spur zurückgefunden haben.

Offizielle Webseite

 

Titel:

01.Mexican Fender, 02.Beach Boys, 03.Feels Like Summer, 04.Happy Hour, 05.Weekend Woman, 06.QB Blitz, 07.Sweet Mary, 08.Get Right, 09.La Mancha Screwjob, 10.Any Friend of Diane’s

Fotos: Geffen Records

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