SZA – Ctrl

Von am 11. Februar 2018

ALBUM der WOCHE KW 07/2018

SZA, die eigentlich Solána Imani Rowe heißt, stammt aus St. Louis, Missouri und ist Baujahr 1990. Sie ist R&B-Sängerin und Songwriterin und die bisher einzige weibliche Künstlerin die beim US-Label „Top Dawg Entertainment“ unterschrieben hat. Mit „Ctrl“, legt SZA ihr Label-Debüt vor. Nach Auskunft des Labels reiht sich SZA mühelos zwischen den Giganten Kendrick Lamar und Schoolboy Q. ein. Tatsächlich trifft das Debüt des jungen Gesangstalents mit wilder Mähne unerwartet tief.

Die Tochter eines Produktionsleiters bei CNN und einer Managerin bei AT&T wuchs in Maplewood, New Jersey auf und wurde muslimisch orthodox erzogen. Diese Glaubensrichtung hält sie auch bis heute bei. Solána hat vor ihrer musikalischen Karriere zunächst die Schule abgeschlossen und ein Studium der Geisteswissenschaften begonnen. Dieses brach sie jedoch nach einiger Zeit ab um sich ganz ihrer großen Leidenschaft, der Musik, zu widmen. Im Oktober 2012 veröffentlichte die talentierte Songwriterin ohne Mithilfe eines Labels, auf eigene Faust, die EP „See.SZA.Run“. Es folgten 2013 weitere EPs unter dem Titel „S“ und 2014 unter der Bezeichnung „Z“. Damit ließ sie aufhorchen und ergatterte schließlich den Vertrag bei „Top Dawg“.

Ihr Debütalbum „Ctrl“ erschien in den USA bereits im Juni 2017 und erhielt durchweg positive Kritiken. „Ctrl“ erreichte auf Anhieb Platz drei der Billboard 200. Die Singleauskopplungen „The Weekend“ und „Love Galore“ wurden in den USA mit Platin ausgezeichnet. Auch ihre „Ctrl the Tour“ verlief recht erfolgreich. Nachdem die Sängerin mehrfach für die Grammy Awards 2018 nominiert wurde, darunter für das beste Urban-Contemporary-Album, wurde es Zeit für die Veröffentlichung in Europa, denn hier war man durch den US-Erfolg mittlerweile auch schon neugierig auf „SZA“ geworden.

Den Künstlernamen „SZA“ wählte Solána Imani Rowe übrigens in Anlehnung an den Rapper „RZA“ sowie an das Supreme Alphabet. „SZA“ besticht durch eine markant kräftige und gleichzeitig brüchige Stimme. Ihre Songs in den Genres Alternative R&B, Neo-Soul, Rhythm and Blues, definieren sich meist über reduzierte Gitarren- und Schlagzeugsphären. Das Debüt ist eher ruhig gehalten, wobei vor allem die kräftig/brüchige Stimme im Vordergrund steht. Die Texte drehen sich hauptsächlich um ihre eigenen Schritte, um das eigene Ich und den Menschen um sie herum. „Ctrl“ erzählt von zerbrochenen Beziehungen, bisherigen Begegnungen, und denselben Fragen, die sich viele junge Frauen ebenfalls stellen. „SZA“ nutzt in ihren Texten teils eine unverblümte Sprache, die nicht immer ganz Jugendfrei ist – Authentisch eben. Am Ende steht vielleicht die Erkenntnis, dass vermutlich jede Frau in den 20ern einen Parcours der Gefühle durchlaufen muss, um zu merken, dass sie sich selbst lieben muss um geliebt zu werden.

Offizielle Webseite

Titel: 01. Supermodel, 02. Love Galore, 03. Doves In The Wind, 04. Drew Barrymore, 05. Prom, 06. The Weekend, 07. Go Gina, 08. Garden (Say It Like That), 09. Broken Clocks, 10. Anything, 11. Wavy (Interlude), 12. Normal Girl, 13. Pretty Little Birds, 14. 20 Something,

Fotos: TD Entertainment

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