Moby – Everything Was Beautiful, And Nothing Hurt

Von am 4. März 2018

ALBUM der WOCHE KW 10/2018

Moby ist Jahrgang 1965. Er ist Gitarrist, Sänger, Songwriter, DJ und Musikproduzent! Das könnte man so stehen lassen, denn die Musik des Richard Melville Hall, so der bürgerliche Name von Moby, hat immer einzigartige Züge aufzuweisen. Man könnte sie gelinde gesagt auch als „Bahnbrechend“ bezeichnen. Moby ist gebürtiger New Yorker, wuchs aber im Bundesstaat Connecticut auf. Seinen Vater verlor er schon im Alter von 2 Jahren, bei einem Autounfall. Seine Mutter starb an Krebs, als Moby um die zwanzig Jahre alt war.

Mobys Ur-Ur-Großonkel war der amerikanische Schriftsteller Herman Melville. Sein Roman Moby-Dick zählt zu den bedeutendsten der Weltliteratur. Daher hatte der kleine Richard Melville schon als Kind den Spitznamen Moby, den er später als Künstlernamen übernahm. Moby war in früheren Jahren ein Rebell, ein Punker. Noch als Schüler gründete er 1982 die Hardcore-Punk-Band „Vatican Commandos“ und sang vorübergehend bei der Punkband „Flipper“. Sein College-Studium in Religion und Philosophie passte irgendwie nicht zu seiner damaligen Lebenseinstellung. So brach er das Studium ab und ging nach New York, wo er erste Schritte als DJ unternahm.

1990 erschien Mobys erste Single „Time’s Up“, die unter dem Namen „The Brotherhood“ veröffentlicht wurde. Sein Track „Go“ (Woodtick Mix) wurde im Sommer 1991 zum Top-Ten-Hit in Großbritannien und schaffte es im Frühjahr 1992 in die Top 20 Dance-Charts in den USA. Auch zwei weitere Dance-Tracks (Drop a Beat und Next Is the E) aus dem nachfolgenden Debütalbum „Moby“, zogen in die Top Ten ein. Mit der Single „Move“ (You Make Me Feel so Good) schaffte es Moby im Oktober 1993 erstmals an die Spitze der US-Dance-Charts. Moby hatte es geschafft. Der ehemalige Punker war zum Weltstar aufgestiegen. Das zeigte sich auch an der Liste der Zusammenarbeit als Remixer für beispielsweise Michael Jackson, die Pet Shop Boys, Brian Eno, Depeche Mode, Erasure, Orbital oder auch B-52’s.

Ein bisschen Punker und Rebell ist Moby auch heute noch. Er bringt seinen Protest inzwischen über die sozialen Netzwerke ein, und nimmt dort oft kein Blatt vor den Mund. Er ist ein überzeugter Demokrat, er ist ein Gegner von Donald Trump und ein begeisterter politischer Aktivist, sowie überzeugter Tierschützer, der sich unermüdlich für die Rechte der Tiere und gegen die Massentierhaltung einsetzt. Sein mittlerweile 15. Studioalbum „Everything was beautiful und nothing hurt“ spiegelt seine Lebenseinstellung in vielen Songs wieder. 100% der Gewinne, die aus dem Album generiert werden, gehen an Tierschutzorganisationen.

Offizielle Webseite

Titel: 01. Mere Anarchy, 02. The Waste Of Suns, 03. Like A Motherless Child, 04. The Last Of Goodbyes, 05. The Ceremony Of Innocence, 06. The Tired And The Hurt, 07. Welcome To Hard Times, 08. The Sorrow Tree, 09. Falling Rain And Light, 10. The Middle Is Gone, 11. This Wild Darkness, 12. A Dark Cloud Is Coming,

Fotos: Embassy Of Music| Warner Music

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