Django Django – Marble Skies

Von am 4. Februar 2018

ALBUM der WOCHE KW 06/2018

Mit „Marble Skies“ hat die britische Band Django Django das 4. Studioalbum veröffentlicht. Die Formation fand ihren Ursprung im Jahr 2008 auf der Kunsthochschule im schottischen Edinburgh, als die Studienfreunde David Maclean (Schlagzeug, Produzent), Vincent Neff (Gesang, Gitarre), Jimmy Dixon (Bass) und Tommy Grace (Synthesizer), ihre gemeinsame Leidenschaft für Musik entdeckten.

Schon bald fand die Band im wilden East-London eine Heimat. Nachdem 2009 noch in Edinburgh die Single „Love’s Dart / Storm“ veröffentlicht wurde, stand man schon bald in Verhandlungen mit dem französischen Indie-Label „Because Music“. Bevor sich die Jungs von Django Django aber komplett der Musik widmeten zogen sie zuerst den Abschluss des Studiums durch. Mit dem Umzug nach London starteten die Freunde mit dem Songwriting für ein Album. Das Debüt mit dem Bandnamen als Titel erschien dann endlich im Jahr 2012 und wurde von den Kritikern gleich mit Lobeshymnen überschüttet. Bandleader David Maclean erklärte einst „man versuche nicht auf verrückte Weise eklektisch zu sein, aber manchmal fühle es sich so an als hätte man ein Monster erschaffen“. Der Musikstil der Truppe wird oft als „psychedelic art pop“ bezeichnet oder als „synthielastiger Indie-Pop“. Tatsächlich bedient sich Django Django aber auch anderen musikalischen Einflüssen und switcht gekonnt zwischen Surf Pop und Art-Rock und weiteren exotischeren Formen der Popmusik hin und her.

Nun liegt das inzwischen vierte Album der Briten vor. Nach einem wilden Ritt durch Rave- und Psychedelic-Gefilde auf dem 2015 erschienenen Album „Born Under Saturn“ kehren Django Django mit dem neuen Werk „Marble Skies“ wieder etwas mehr in die Anfangsjahre zurück. Einige Synthie-Spielereien und schnelle Rhythmen nehmen eine kräftige Anleihe an die 1980er Jahre. Teilweise fühlt sich der Hörer des Albums aber auch in die 1990er versetzt. Dafür sorgt unterem anderem Slow Club-Sängerin Rebecca Taylor. Auch der gewohnte Spagat zwischen Krautrock und Synthiepop darf auf dem aktuellen Longplayer nicht fehlen. Selbst eine Prise trabender Blues ist auf „Marble Skies“ zu entdecken.

„Marble Skies“ ist vielleicht nicht das, was der Django Django Fan erwartet hat. Es ist aber ein Album geworden, dass auch neue Konsumenten anspricht, nicht ganz so speziell, dafür eben etwas mehr Kommerziell. Der Anfang des Albums ist opulent, das Ende tanzwürdig, in der Mitte wird über große Längen etwas experimentiert. Insgesamt haben die Briten aber durchaus einen guten Job gemacht und legen ein Album im oberen Durchschnitt vor.

Am 5. März spielen sie in der Ancienne Belgique. Hier gehts zu unserem Eventkalender, weiteren Infos und Tickets: http://radiocontactnow.be/event/django-django/

Offizielle Webseite

Titel: 01. Marble Skies, 02. Surface To Air, 03. Champagne, 04. Tic Tac Toe, 05. Further, 06. Sundials, 07. Beam Me Up, 08. In Your Beat, 09. Real Gone, 10. Fountains,

Fotos: Because Music

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