Royal Blood – How Did We Get So Dark?

Von am 30. Juli 2017

ALBUM der WOCHE KW 31/2017

Royal Blood wurde 2013 im britischen Worthing von den Freunden Mike Kerr (Gesang, Bass) und Ben Thatcher (Schlagzeug) gegründet. Noch bevor die Jungs ihre 1. Single veröffentlicht hatten, spazierte der Arctic-Monkeys-Schlagzeuger Matt Helders mit einem T-Shirt, auf dem er die Band unterstützte, auf dem Glastonbury-Festival-Konzert im Juli 2013 herum. Die offizielle Debüt-Single „Out Of The Black“ kam Anfang November 2013 heraus. Mit „Come On Over“ auf der B-Seite. Das gleichnamige Debütalbum Royal Blood wurde dann im August 2014 veröffentlicht.

Auf Album Nr. 2 „How Did We Get So Dark?“ klingen die Jungs immer noch wie eine Mischung aus „Queens Of The Stone Age“, „Grunge“ und ein paar Schüssen „Led Zeppelin“ und „Black Keys“. Und sie schreiben immer noch verdammt knackige Songs. Die neuen Sachen halten locker mit den alten auf dem Vorgänger mit. Im Grunde hat fast jeder der zehn Tracks Hit-Potenzial und könnte in der Dauerrotation landen – mit Ausnahme der etwas gleichförmigen „Look Like You Know“ und „Don’t Tell“, vielleicht.

Zwei Punkte auf ihrer To Do-Checkliste haken Royal Blood mit „Lights Out“ und „She’s Creeping“ ab. „Lights Out“ füttert die Arenen dieser Erde mit Klatsch- und „Yeah!“-Möglichkeiten und bleibt dabei doch heavy und instrumental. Bei „She’s Creeping“ genügt dann zur Zusammenfassung genau ein Wort: sexy.

Übrigens ist Nickelbacks „Feed The Machine“ am selben Tag wie „How Did We Get So Dark?“ erschienen. Den Twitter-Kampf mögen Chad Kroeger und Co. gewonnen haben. In Sachen neuer Musik dürften jedoch die Tequila-Säufer spielerisch die Oberhand behalten. „How Did We Get So Dark?“ ist so ziemlich für alles tauglich: festival-, arena-, radio-, Hausparty-, Liebeskummer-, Rachesex-, Workout- und „Ich kann auch alleine Spaß haben“-.

Royal Blood pendeln stilsicher zwischen Blues-, Stoner- und Garage-Rock mit gelegentlichen Rückzugsmomenten („Don’t Tell“) und apokalyptischen Power-Riffs („She’s Creeping“). „How Did We Get So Dark?“ überzeugt auf ganzer Linie und zeigt eine musikalische wie textliche Weiterentwicklung. Einzigartige Rhythmen vereinen sich mit tollem Gesang und raffinierten Arrangements – und das mit nur zwei Leuten und 2 Instrumenten!

Offizielle Webseite

Titel:

01. How Did We Get So Dark?, 02. Lights Out, 03. I Only Lie When I Love You, 04. She’s Creeping, 05. Looks Like You Know, 06. Where Are You Now?, 07. Don’t Tell, 08. Hook, Line & Sinker, 09. Hole In Your Heart, 10. Sleep,

 

Fotos: Warner Music

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