Innenminister Jambon: Update des nuklearen Noteinsatzplanes normal
Gerd Zeimers aus Brüssel, 07.03.'18
Am Dienstag (07.03.) ist der neue nukleare Noteinsatzplan im Staatsblatt erschienen. Dazu wurde eine große Informationskampagne mit Videos, Faltblättern und einer Website gestartet, die alle Bürger im Land darüber informiert, was bei einem Atomunfall zu tun ist. GrenzEcho-Kollege Gerd Zeimers sprach mit Innenminister Jan Jambon. Es könnte der Eindruck entstehen, die Regierung habe Angst vor einer bevorstehenden nuklearen Katastrophe, so Zeimers. Dem widerspricht Jambon jedoch:
Es gebe überhaupt keine aktuelle Bedrohung. Alle Länder, in denen es Kernkraftwerke gibt, haben einen nuklearen Notfallplan und dieser sei jetzt aktualisiert worden, so Jambon.
Könnte der jetzt veröffentlichte nukleare Notfallplan nicht Wasser auf die Mühlen der Tihange-Gegner sein? Man könnte doch denken, es sei etwas an den Vermutungen dran, der Meiler sei nicht sicher…
Er hoffe nicht, dass das die Tihange-Debatte zusätzlich befeuere. Aber was die kostenlose Verteilung von Jodtabletten betrifft ist Jambon sehr deutlich. Die Einnahme sei nur im Umkreis von 20 km im Bereich eines Atomkraftwerkes sinnvoll. Hier werde – und da schaut Jan Jambon auch Richtung Städteregion Aachen – mit den Emotionen der Menschen gespielt.
Am Dienstag wurde der neue nukleare Notfallplan im Staatsblatt veröffentlicht. Gerd Zeimers sprach mit Innenminister Jan Jambon. Das ausführliche Interview lest ihr heute (07.03.) im GrenzEcho und auf grenzecho.net