Mark Ronson – Late Night Feelings

Von am 30. Juni 2019

ALBUM der WOCHE KW 27/2019

Mark Ronson kann viel mehr als „Uptown Funk“. Der Produzent mag einen der größten Songs des Jahrzehnts geliefert haben, ein Blick in die Vergangenheit und Zukunft zeigt aber, dass Ronson kaum weiter vom „One-Hit-Wonder“-Status entfernt sein könnte. Mark Daniel Ronson wurde am 4. September 1975 geboren und wuchs zunächst in London auf. Er lernte bereits im frühen Alter Gitarre und Schlagzeug zu spielen. Nach der Scheidung seiner Eltern zog er nach New York und entdeckte dort seine Liebe zur DJ-Kultur.

Als Fan von Künstlern wie „A Tribe Called Quest“ und den „Beastie Boys“ hörte er im Alter von 16 Jahren viele Hip-Hop-Mixtapes, schnappte sich daraufhin die Plattensammlung seines Vaters und versuchte es selbst mit dem Mixen. Ende der 90er-Jahre begann Ronson sich in der New Yorker Clubszene einen Namen zu machen und legte unter anderem auf der Geburtstagsparty von P. Diddy auf. Derartige Gigs sorgten für erste Kontakte zu anderen Künstlern und dadurch auch zu ersten Kollaborationen. Nachdem er mit „Nikka Costa“ zusammenarbeitete, entdeckte er schnell seine Leidenschaft fürs Produzieren und machte sich an die Arbeit für sein Debütalbum „Here Comes the Fuzz“, welches im September 2003 erschien. Darauf arbeitete er unter anderem mit „Sean Paul“, „Mos Def“, „Jack White“, „Rivers Cuomo“, „Ghostface Killah“ und „Nate Dogg“ zusammen. Bereits das Debütalbum untermauert Ronsons größte Stärke: er legt sich weder auf ein Genre, noch auf eine bestimmte Art von Künstlern fest. Zusätzlich beweist er ein Händchen dafür, Talente frühzeitig zu erkennen. So arbeitet er unter anderem mit „Lily Allen“ und „Amy Winehouse“ zusammen, deren Erfolgssingle „Rehab“ er produziert.

Sein eigenes zweites Album erscheint 2007, trägt den Titel „Version“ und beinhaltet verschiedene Coverversionen – unter anderem Winehouses „Valerie“ und ein The Smiths-Cover mit „Daniel Merriweather“. Ein Jahr später gewinnt er den Grammy als „Producer Of The Year“. Er produziert anschließend weiterhin für verschiedenste Künstler, bevor er 2010 als „Mark Ronson & the Business Intl“ sein drittes Album „Record Collection“ vorlegt. Es dauert anschließend fünf Jahre bis das Album „Uptown Special“ erscheint und der ganz große Knall folgt. Denn neben den Features mit „Stevie Wonder“, „Mystikal“ und „Kevin Parker“ (Tame Impala) sticht ein Song ganz besonders hervor: „Uptown Funk“ mit „Bruno Mars“ wird zu einer der größten Hitsingles des Jahrzehnts, hält sich 14 Wochen auf Platz 1 der US-Billboard-Charts und bringt Ronson zwei Grammys für „Record of the Year“ und „Best Pop Duo/Group Performance“ ein. Zusammen mit Kevin Parker produziert er anschließend Lady Gagas fünftes Album „Joanne“ und kurz darauf „Villains“ von „Queens Of The Stone Age“. Im Mai 2018 gründet er mit „Diplo“ das Duo „Silk City“ und schreibt unter anderem am Erfolgssong „Shallow“ aus dem Film „A Star Is Born“ mit.

Das neue Album „Late Night Feelings“ ist jetzt erschienen und die Feature-Liste kann sich wie gewohnt sehen lassen: „Alicia Keys“, „Lykke Li“, „Camila Cabello“ und „Miley Cyrus“ sind nur einige der prominenten, komplett weiblichen Gäste auf dem neuen Album.

Titel: 01. Late Night Prelude, 02. Late Night Feelings (Mark Ronson feat. Lykke Li), 03. Find U Again, 04. Pieces of Us, 05. Knock Knock Knock, 06. Don’t Leave Me Lonely, 07. When U Went Away, 08. Truth, 09. Nothing Breaks Like a Heart (Mark Ronson feat. Miley Cyrus), 10. True Blue, 11. Why Hide, 12. 2 AM, 13. Spinning,

Offizielle Webseite

Info: Tonspion / Fotos: RCA Records, Sony Music Entertainment

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