Lana Del Rey – Lust For Life

Von am 27. August 2017

ALBUM der WOCHE KW 35/2017

Lana Del Rey wurde 1985 als Elizabeth Grant in New York geboren und wuchs in Lake Placid im Bundesstaat New York auf. Ab ihrem 18. Lebensjahr war sie als Sozialarbeiterin in New Yorker Obdachlosenheimen und in Rehabilitationszentren für Alkoholiker und Drogensüchtige tätig. Ihre musikalische Karriere startete sie mit 17 Jahren. Anfangs trat sie unter mehreren Pseudonymen mit Gitarre oder Mini-Ensemble in kleineren Clubs in Brooklyn und in der Lower East Side auf. Zwischen 2005 und 2006 nahm sie unter dem Pseudonym „May Jailer“ das Album „Sirens“ auf, das im Mai 2012 veröffentlicht wurde. Schon 2 Jahre zuvor brachte sie unter dem Namen „Lizzy Grant“ das Album „Lana Del Ray a.k.a Lizzy Grant“ auf den Markt.

Ihren Künstlernamen wählte sie übrigens nach dem Ort Delray Beach in Florida. Ihr damaliger Freund stammte von dort und sie war häufig in Miami und in Kontakt mit kubanischen Freunden. Ihren internationalen Durchbruch hatte sie im Dezember 2011 mit dem Song „Video Games“. Ihr erstes Studioalbum „Born to Die“ verkaufte sich weltweit mehr als fünf Millionen Mal und war auf dem fünften Platz der bestverkauften Alben von 2012.

„Lust For Life“ ist ihr mittlerweile 5. Album. Und was das wohl auffälligste ist: auf dem Cover-Foto lächelt sie !! Für sie eher ungewöhnlich, pflegt sie doch sonst eher eine Depression in Musik zu verpacken. Auch textlich lässt der Titel erahnen: es geht bei Lana um die Lust am Leben. Wer jetzt ein fröhliches Uptempo-Album erwartet, den muss sie enttäuschen. Lana Del Rey liefert musikalisch genau das, was ihre Fans von ihr erwarten. Lana selbst sagt: „Ich habe mich gut entwickelt, was das Gesamtglücksgefühl angeht“. Das will sie mit ihren Zuhörern teilen.

Mit jetzt 32 Jahren will sie in ihren Songs auch mal politisch sein. So fragt sie sich, wo die Ideale der Hippie-Zeit hin sind. Und ob Amerika jetzt unter Trump vor seinem Ende steht. Geschrieben hat Lana Del Rey die Songs alle selbst, hatte aber im Studio dann Unterstützung z.B. von Stevie Nicks von „Fleetwood Mac“ oder Sean Ono Lennon, dem Sohn von John und Yoko. Mit letzterem hat sie den Song „Tomorrow Never Came“ aufgenommen. Herausgekommen ist ein Lied bei dem man tatsächlich ein wenig an die Beatles denken muss.

Das verwunderlichste Duett ist aber „Beautiful People Beautiful Problems“ mit Stevie Nicks. Ein Song bei den jeder den anderen zu Wort kommen lässt mit einem traurigen, aber schönen Refrain.

Fazit: ein paar neue Facetten hat Lana Del Rey auf „Lust For Life“ zu bieten und dennoch bleibt sie sich treu.

 

 

Offizielle Webseite

 

Titel:

01. Love, 02. Lust for Life, 03. 13 Beaches, 04. Cherry, 05. White Mustang, 06. Summer Bummer, 07. Groupie Love, 08. In My Feelings, 09. Coachella – Woodstock in My Mind, 10. God Bless America – And All the Beautiful Women in It, 11. When the World Was at War We Kept Dancing, 12. Beautiful People Beautiful Problems, 13. Tomorrow Never Came, 14. Heroin, 15. Change, 16. Get Free,

Songs 1+2 feat. The Weeknd – Songs 3,4,5+6 feat. ASAP Rocky & Playboi Carti – Song 7 feat. ASAP Rocky – Song 12 feat. Stevie Nicks – Song 13 feat.Sean Ono Lennon 

 

Fotos: Polydor

 


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