Kasabian – For Crying Out Loud

Von am 14. Mai 2017

ALBUM der WOCHE KW 20/2017

Kasabian ist eine britische Rockband aus Leicester, bestehend heute aus Tom Meighan, Sergio Pizzorno, Chris Edwards und Ian Matthews.

Bei ihrem Musikstil sind die Einflüsse sehr weitreichend: von den Rolling Stones über die Doors und Beatles, hin zu Motown, Hip-Hop, Krautrock, dem Ravesound der späten 1980er und frühen 1990er Jahre und Britpop.

1997 gründete Tom zusammen mit Sergio und Chris die Band, die sich zunächst Saracuse nannte. Später gesellte sich dann als Gitarrist Christopher Karloff nach einem Pub-Besuch dazu. Nach ersten Auftritten und Bekanntwerden der Band änderten sie ihren Namen in Kasabian um. Karloff hatte ein Buch über den Massenmörder Charles Manson gelesen. Es ist der Nachname jener Frau, die den Fluchtwagen bei den Tate-Morden fuhr: Linda Kasabian.

Ihr erstes Demotape hielten Kasabian am 24. Dezember 1999 in Händen. 5 Jahre später erschien ihr selbstbetiteltes Debüt, das von den Kritikern durchweg positiv aufgenommen wurde. Um nicht gestört zu werden, lebte die Band während der Aufnahmen in einem entlegenen Farmerhaus. Die ersten beiden Singleauskopplungen waren Processed Beats und Reason Is Treason, erst jedoch mit ihrer dritten Single Club Foot gelang Kasabian der Durchbruch in den Single-Charts. Club Foot befriedigte sowohl musikkritische als auch kommerzielle Bedürfnisse und fand einen Stammplatz in der Live-Setlist der Band.

Anfang 2006 verließ Chris Karloff auf Grund musikalischer Differenzen die Band und wurde durch den Live-Gitarristen Jay Mehler ersetzt. Der verließ die Band aber auch Anfang 2013 und wurde durch Tim Carter ersetzt.

Mit „For Crying Out Loud“ haben die Jungs jetzt ihr 6. Studioalbum auf den Markt gebracht. Und das kann man wohl am Besten mit Rock’n Rave meets Disco beschreiben.

Die erste Vorab-Single war “You’re In Love With A Psycho”. Ein Pop-Song, der alles andere als ein Feuerwerk voller verzerrter Gitarren ist – aber ein echter Ohrwurm! Man nickt und wippt automatisch mit. “For Crying Out Loud” ist zwar keine Wiederholung der Vorgänger-Alben, dennoch bleibt sich die Band treu.  Musik für das hier und jetzt. Musik, die nach Lederjacke, Kippen und Bier klingt. Songs zum Mitgröhlen. Das wird vor allem in Liedern wie “III Ray (The King)” oder “Comeback Kid” deutlich.

Das aktuelle Album ist deutlich gradliniger als die Vorgänger, fast schon minimalistisch. Viele Songs (wie z.B. “Are You Looking for Action?” oder “Sixteen Blocks”)  sind groovig, vielleicht sogar etwas funkig. Songs für den Sommer und eine schwerelose Zeit in der man seine Sorgen einfach mal für einen Moment vergisst. Kasabian servieren mit “For Crying Out Loud” ein Feel-Good-Album. Vielleicht nicht ihr bestes Werk, weil da an manchen Stellen die Experimentierfreude fehlt. Aber sicher Songs, die man einfach mal auf der Fahrt zum Festival anschmeißen kann.

Leider steht Belgien auf dem aktuellen Tourplan von Kasabian nur ein einziges Mal drauf. Die Band spielt am Freitag, den 10. November, im Forest National in Brüssel.

 

Offizielle Webseite

 

Titel:

01. Ill Ray (The King)
02. You’re in Love With a Psycho
03. Twentyfourseven
04. Good Fight
05. Wasted
06. Comeback Kid
07. The Party Never Ends
08. Are You Looking for Action?
09. All Through the Night
10. Sixteen Blocks
11. Bless This Acid House
12. Put Your Life On It

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